Lektion 2 – Betreutes Unterrichten

Lektion 2 – Betreutes Unterrichten

Diese Lektion ist eine der schwersten Lektionen, denn gerade bei einem kühleren norddeutschen Yoga-Lehrer kannst es schnell zu einer Fehleinschätzung der Situation kommen. Zudem kommt folgende Situation glücklicherweise äußerst selten vor. Der neutrale passfotoartige Gesichtsausdruck könnte auf den ersten Blick vermuten lassen, dass dein Lehrer gerade in seine Traumwelt abgetaucht ist und überlegt welche Übung er gleich als nächstes unterrichtet und wie er den Übergang möglichst fließend bewältigt. Der Schein trügt aber, wie man an dem stechenden Blick erkennen kann. In Wirklichkeit ist von dir hier höchste Aufmerksamkeit und Mitgefühl gefragt. In diesem Fall hatte der Lehrer einen extrem schlechten Tag, sodass seine normale yogische Gelassenheit vollends von ihm abgefallen ist.

Von gut gemeinten aber schlechten Witzen ist dringend abzuraten. In einer solchen Situation ist “betreutes Unterichten” die einzige Lösung. Anders als am Arbeitsplatz braucht man dem Lehrer keinen Kaffee und keine Kekse an die Matte zu bringen. Aufmunternde Worte und Worte des Dankes, nachdem er dir geholfen hat, tragen aber sehr zur Entspannung des Lehrers bei. Es darf hier aber nicht vergessen werden, dass gleiches natürlich auch für Yoga-Lehrerinnen gilt. Wird die Situation schnell erkannt und richtig gehandelt, besteht eine große Chance, dass die Stunde ein erfreuliches Ende nimmt.

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